Die Mundgesundheitsstiftung - Mundgesundheit im BGM

Parodontitis und Rauchen

Parodontitis und Rauchen – ein folgenschwerer Genuss

Krebs, Herz-Kreislauf-Störungen, Impotenz – in nur einer Zigarette bündeln sich viele Gefahren. Nicht umsonst heißt es „der Körper raucht mit“. Dabei inhalieren wir das Gesundheitsrisiko sogar freiwillig ein – mit Genuss. Die Folgen allerdings bezahlen wir nicht selten mit dem Leben. Allein in Deutschland sterben jährlich zwischen 10.000 und 14.000 Menschen an den Begleiterscheinungen des Nikotingenusses. Weltweit gehen Experten sogar von sechs Millionen Todesfällen aus.

Zu denken gibt aber auch der Arbeitsunfähigkeitsbericht, demzufolge in den letzten zehn Jahren die Fehlzeiten bei AOK-Versicherten durch den Suchtmittelkonsum wie Tabak um rund 17 Prozent angestiegen sind. Während sich im Jahr 2002 2,07 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage ergaben, waren es 2012 schon 2,47 Millionen. Damit identifizierte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) Nikotin zusammen mit Alkohol als die Hauptursache für Fehlzeiten im Jahr 2013.

Rauchen qualmt den Mund krank

Mit Lungenkrebs assoziieren wir Rauchen sofort, mit Parodontitis, der chronischen Entzündung des Zahnbetts, aber nur selten. Dabei bedroht der Tabakkonsum genauso unsere Zahn- und Mundgesundheit. Das Zahnfleisch entzündet sich, die Zähne verlieren an Halt, ändern ihre Stellung und fallen häufiger aus.

Grund für das erhöhte Parodontitis-Risiko ist eine gestörte Durchblutung im Mundraum, ausgelöst von den Inhaltsstoffen des Tabaks. Rauchen hinterlässt schließlich nicht nur Gefäßablagerungen (Plaques) an Herz und Beinen, auch die Mundhöhle ist betroffen. Da die Arterien hier deutlich feiner sind als in anderen Organen und schneller durch die Ablagerungen verengen, stellen sich früher negative Begleiterscheinungen ein. Eine der häufigsten Begleiterscheinungen ist die Parodontitis. Durch den regelmäßigen Nikotingenuss ist das Immunsystem bei Rauchern geschwächt, sodass die Zahnfleischentzündung leichtes Spiel hat. Die oralen Bakterien können sich den Abwehrkräften leichter zur Wehr setzen und sich in den Zahnfleischtaschen niederlassen. Gleichzeitig macht die gestörte Durchblutung das Zahnfleisch anfälliger für Infekte, da die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung durch die hartnäckigen Gefäßablagerungen eingeschränkt ist.

Rauchen und Parodontitis – heimtückische Verbündete

Wie eng die Parodontitis tatsächlich mit dem Tabakkonsum verbündet ist, bringt eine US-amerikanische Studie zur Sprache. Bei der Auswertung von rund 13.000 Bevölkerungsdaten in den USA stellten die Forscher ein deutlich erhöhtes Parodontitis-Risiko bei Rauchern fest. Probanden, die weniger als eine halbe Packung Zigaretten am Tag konsumieren, waren dreimal anfälliger für eine Entzündung des Zahnbetts. Ein sechsfach erhöhtes Risiko ergab sich hingegen bei einem täglichen Konsum von anderthalb Packungen.

Bedenklich ist aber nicht allein die erhöhte Anfälligkeit. Nicht selten lässt auch der Behandlungserfolg zu wünschen übrig. Parodontitis-Experte Dr. Joachim Kowollik zieht in der zahnmedizinischen Fachzeitschrift “Die Quintessenz“ Bilanz: Versagt eine Parodontitis-Therapie, geschieht dies in 90 Prozent der Fälle bei Rauchern. Schuld ist wieder die gestörte Durchblutung im Mundraum, die sich negativ auf die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung auswirkt. Nicht selten steht sie der Wundheilung im Weg.

Neben der Therapie kann sich aber auch die Diagnose verzögern. Die typischen Symptome der Zahnfleischentzündung wie Rötungen und Schwellungen bleiben bei Rauchern oft länger unbemerkt, da das schlechter durchblutete Zahnfleisch blasser wirken kann als bei Nichtrauchern. Damit ist die Parodontitis bei Rauchern oft schon deutlich weiter fortgeschritten, meist schon in Richtung Zahnbett, als bei Nichtrauchern.

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