DENTALHYGIENE

DH Zahnarzt – Wie arbeiten sie zusammen und welche Unterschiede gibt es in den Aufgabenbereichen?

Wir geben dir einen umfassenden Überblick über die Zusammenarbeit von Dentalhygienikern mit Zahnärzten und welche Unterschiede es in den verschiedenen Aufgabenbereichen gibt. Zahnärzte und Dentalhygieniker arbeiten grundsätzlich eng zusammen und unterstützen sich im Praxisalltag gegenseitig.

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Was macht ein Dentalhygieniker?

Ein Dentalhygieniker ist eine spezialisierte Fachkraft im zahnmedizinischen Bereich, die sich auf die Prävention und Behandlung von Zahn- und Mundkrankheiten konzentriert. Zu den Hauptaufgaben gehören die professionelle Zahnreinigung, die Durchführung von Parodontaltherapien, die Fluoridierung und Versiegelung von Zähnen sowie die Aufklärung und Beratung der Patienten über richtige Mundhygiene und präventive Maßnahmen. Dentalhygieniker arbeiten eng mit Zahnärzten zusammen, um eine umfassende und ganzheitliche Patientenversorgung zu gewährleisten und tragen maßgeblich zur langfristigen Mundgesundheit bei.

Wie arbeiten DH und Zahnärzte zusammen?

Eine gute und funktionierende Zusammenarbeit zwischen Dentalhygieniker und Zahnarzt ist für einen reibungslosen Praxisablauf sehr wichtig. Dadurch können sie eine umfassende zahnmedizinische Versorgung gewährleisten. Hier sind einige Aspekte, wie die Zusammenarbeit gestaltet wird:

Teamarbeit

Teamarbeit

Zahnärzte und Dentalhygieniker arbeiten als Team zusammen, um die bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten. Während der Zahnarzt die Diagnose stellt und Behandlungspläne entwickelt, führt der Dentalhygieniker präventive und therapeutische Maßnahmen durch. Eine enge Abstimmung und regelmäßige Kommunikation sind dabei für eine erfolgreiche Behandlung wichtig.

Fortbildung

Fortbildung und Wissenstransfer

Zahnärzte und Dentalhygieniker nehmen gemeinsam an Fortbildungen und Schulungen teil, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik zu bleiben. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen fördert die Weiterentwicklung beider Berufsgruppen und verbessert die Patientenversorgung.

Praxismanagement

Praxismanagement

In vielen Zahnarztpraxen sind Dentalhygieniker auch in das Praxismanagement eingebunden. Sie unterstützen bei der Terminplanung, der Patientenverwaltung und der Organisation des Praxisablaufs. Dies trägt zu einer effizienten Praxisführung bei und ermöglicht es dem Zahnarzt, sich auf die Behandlung zu konzentrieren.

Aufgabenteilung

Aufgabenteilung

Die Aufgaben sind klar verteilt: Der Zahnarzt übernimmt komplexe diagnostische und therapeutische Eingriffe, während der Dentalhygieniker sich auf präventive Maßnahmen und die Pflege der Mundgesundheit konzentriert. Diese Arbeitsteilung ermöglicht es beiden, sich auf ihre jeweiligen Spezialgebiete zu konzentrieren und ihre Expertise optimal einzusetzen.

Aufklärung

Patientenaufklärung und -beratung

Dentalhygieniker spielen eine zentrale Rolle in der Patientenaufklärung und -beratung. Sie informieren die Patienten über richtige Mundhygiene, Ernährungsgewohnheiten und vorsorgliche Maßnahmen. Diese Aufklärung ergänzt die Behandlung des Zahnarztes und trägt zur langfristigen Mundgesundheit der Patienten bei.

Therapie

Parodontaltherapie

Auch bei der Behandlung von Parodontalerkrankungen arbeiten Zahnärzte und Dentalhygieniker eng zusammen. Der Zahnarzt stellt die Diagnose und entwickelt den Behandlungsplan, während der Dentalhygieniker die nicht-chirurgischen Maßnahmen wie Scaling und Root Planing durchführt. Bei Bedarf übernimmt der Zahnarzt chirurgische Eingriffe.

Nachsorge

Regelmäßige Nachsorge

Dentalhygieniker sind oft für die regelmäßige Nachsorge und Kontrolle der Patienten zuständig. Sie überwachen den Fortschritt der Behandlung, führen professionelle Zahnreinigungen durch und stellen sicher, dass die Patienten die empfohlenen Mundhygienemaßnahmen einhalten. Dies entlastet den Zahnarzt und sorgt für eine regelmäßige Betreuung der Patienten.

Die Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Dentalhygienikern ist geprägt von Teamarbeit, klarer Aufgabenteilung und regelmäßiger Kommunikation. Durch ihre spezialisierte Ausbildung und ihre präventiven Maßnahmen ergänzen Dentalhygieniker die Arbeit der Zahnärzte und tragen maßgeblich zur umfassenden und ganzheitlichen Patientenversorgung bei. Aufgrund der engen Zusammenarbeit ist Teamfähigkeit für beide Berufsbilder eine wichtige Eigenschaft.

Wie wird man Dentalhygieniker?

Um Dentalhygieniker zu werden, kannst du entweder eine Fortbildung machen oder ein Bachelor-Studium. Wir möchten dir beide Möglichkeiten näher bringen. 

Curriculum des Dentalhygiene Studiums

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Semester 1

  • Grundlagen des Gesundheitssystems
  • Grundlagen der Prophylaxe
  • Humane und orale Physiologie und Anatomie– Grundlagen
  • Zahnärztliche Praxishygiene – Grundlagen
  • Zahnhartsubstanzdefekte – Grundlagen
  • Grundlagen I: Praktische Ausbildung
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Semester 2

  • Grundlagen der Kieferorthopädie
  • Grundlagen der Endodontologie
  • Grundlagen der Implantologie und Parodontologie
  • Grundlagen der zahnärztlichen Chirurgie
  • Grundlagen der zahnärztlichen Prothetik
  • Grundlagen II: Praktische Ausbildung
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Semester 3

  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Pathophysiologie / Pathologie
  • Naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Physiologie / Anatomie
  • Schlüsselkompetenzen
  • Praktische Ausbildung – Vorklinik (supragingival)
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Semester 4

  • Hygiene / Mikrobiologie 
  • Orale Erkrankungen – Pathologie der Mundhöhle
  • Anamnese: allgemein und speziell
  • Patienten mit besonderem Bedarf
  • Medizinprodukte / Medizintechnik
  • Praktische Ausbildung – Vorklinik (subgingival)
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Semester 5

  • Toxikologie / Pharmakologie
  • Notfallmanagement, Notfallmedizin
  • Qualitative und quantitative Forschung
  • Rechtliche Aspekte
  • Praktische Ausbildung – Klinik (supragingival)
  • Public Health
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Semester 6

  • Qualitätsmanagement und Informationstechnik
  • Praktische Ausbildung – Klinik (subgingival)
  • Telemedizin
  • Special Care – Fachpraktische Ausbildung
  • Bachelorarbeit mit Kolloquium

Das Studium bietet vielfältige und interessante Studienmodule, durch die du ein fundiertes Fachwissen erlernst. Es erstreckt sich über 6 Semester, also 3 Jahre.

Inhalte und Ziele der Fortbildung zum Dentalhygieniker

  • Erhebung von Anamnesedaten 
  • Durchsetzen der Behandlungspläne und -maßnahmen 
  • Erkennen möglicher Zahnfleischveränderungen sowie Veränderungen an der Mundschleimhaut oder den Zähnen
  • Beratung zu Vorsorgemaßnahmen und Möglichkeiten der Therapie 
  • Prophylaxeorientierte Behandlungskonzeptionen umsetzen
  • Gewährleisten der arbeitsorganisatorischen Abläufe
  • Hervorheben der Zusammenhänge zwischen Allgemeinerkrankungen und Erkrankungen der Mundhöhle 
  • Qualitätsmanagement
  • Vorsorge
  • Erläuterung von Behandlungsplänen

Was ist der Unterschied zwischen einem Studium und einer Fortbildung?

Die Unterschiede zwischen einem Studium und einer Fortbildung machen sich in der Regel bemerkbar bei Themen wie die Dauer. Wir erläutern dir die Unterschiede im Detail:

Studium:

  • Dauer: In der Regel erstreckt sich ein Studium über mehrere Jahre. Für einen Bachelor-Abschluss sind es meist 3-4 Jahre. Nach dem Studium erlangst du einen akademischen Grad, wie einen Bachelor oder Master.
  • Voraussetzung: Um ein Studium zu absolvieren, brauchst du in der Regel das Abitur oder eine Fachhochschulreife. Es gibt aber die Möglichkeit, auch als beruflich Qualifizierter zugelassen zu werden. Ein Studium setzt grundsätzlich keine vorherige Ausbildung in dem entsprechenden Bereich voraus.
  • Tiefe: Ein Studium ist in der Regel deutlich mehr auf den theoretischen Part ausgerichtet. Aber auch im Bereich der Forschung kannst du viel lernen.

Fortbildung:

  • Dauer: Die meisten Fortbildungen haben eine kürzere Dauer. Sie kann sich von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten oder auch Jahren erstrecken. Die Dauer ist abhängig von dem Umfang und dem Ziel der Fortbildung.
  • Voraussetzungen: In der Regel brauchst du eine abgeschlossene Ausbildung, um eine Fort- oder Weiterbildung zu absolvieren. Zum Teil ist auch eine mehrjährige Berufserfahrung notwendig, damit du die praktischen Anforderungen der Fortbildung meisterst.
  • Tiefe: Eine Fortbildung ist sehr praxisorientiert und konzentriert sich auf die praktische Anwendung des Wissens in der alltäglichen Arbeit.

Sowohl eine Fortbildung als auch ein Studium bieten jeweils eigene Vorteile. Dabei kann man nicht sagen, was allgemein besser ist, da die Entscheidung sehr individuell ist. Du musst für dich selber entscheiden, was für dich am besten ist und auf welche Art du deine Kenntnisse erweitern möchtest.

Zahnmedizin Studium: Wie läuft es ab?

Das Studium der Zahnmedizin ist anspruchsvoll und erstreckt sich über mehrere Jahre. Im Studium werden sowohl praktische als auch theoretische Inhalte vermittelt. Wir geben dir einen Überblick über den klassischen Ablauf des Studiums der Zahnmedizin:

Vorklinische Phase

1. - 5. Semester

Theoretische Grundlagen: Fächer wie Anatomie, Physiologie, Biochemie, Physik und Chemie.

Praktische Übungen: Anatomische Präparationskurse, histologische Praktika und erste zahnmedizinische Übungen an Modellen.

Zwischenprüfung: Am Ende der vorklinischen Phase steht das Physikum, eine umfassende Prüfung, die das Grundwissen in den medizinischen und naturwissenschaftlichen Fächern abfragt.

Staatsexamen

Nach der klinischen Phase steht das Staatsexamen an.

Mündliche und schriftliche Prüfungen: Prüfungen in den klinischen Fächern, die das gesamte Wissen aus dem Studium abdecken.

Praktische Prüfungen: Prüfungen, in denen die praktischen Fähigkeiten der Studierenden an Patienten oder Modellen getestet werden.

Spezialisierung

Fachzahnarztweiterbildung: Weiterbildung zum Fachzahnarzt in Bereichen wie Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder Parodontologie. Diese Weiterbildung dauert in der Regel drei bis fünf Jahre und endet mit einer Facharztprüfung.

Fortbildungen: Regelmäßige Fortbildungen sind wichtig, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik zu bleiben und eine gute Qualität der Patientenversorgung zu gewährleisten.

Klinische Phase

6. - 10. Semester

Klinische Fächer: Fächer wie Zahnärztliche Prothetik, Zahnerhaltung, Parodontologie, Kieferorthopädie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

Praktische Ausbildung: Praktika in zahnmedizinischen Kliniken und Instituten, in denen die Studierenden unter Anleitung von erfahrenen Zahnärzten an Patienten arbeiten.

Seminare und Vorlesungen: Vertiefende theoretische Ausbildung in den klinischen Fächern.

Approbation

Nach erfolgreichem Abschluss des Staatsexamens erhalten die Absolventen die Approbation, die sie zur Ausübung des Berufs als Zahnarzt berechtigt.

Wenn du einen Doktorgrad erreichen möchtest, solltest du die Dissertation bereits während deines Studiums beginnen. Danach kannst du dich Dr. med. dent. nennen.

Berufseinstieg

Nach dem Studium und der Approbation können Zahnärzte in verschiedenen Bereichen tätig werden:

Eigene Praxis: Viele Zahnärzte eröffnen eine eigene Praxis oder übernehmen eine bestehende Praxis.

Anstellung: Anstellung in einer Zahnarztpraxis, einer zahnmedizinischen Klinik oder einem Gesundheitszentrum.

Forschung und Lehre: Tätigkeit in der Forschung oder als Dozent an einer Universität oder Fachhochschule.

Das Studium der Zahnmedizin ist ein Bildungsweg, der intensiv und umfassend ist. Dabei werden dir sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse vermittelt. Das Studium bereitet die Studierenden auf eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit in der Zahnmedizin vor. Nach dem langjährigen Studium stehen vielfältige berufliche Möglichkeiten offen. Sei es die eigene Praxis oder Tätigkeiten in der Forschung.

Welche Voraussetzungen muss man für ein Zahnmedizin Studium vorweisen?

Um Zahnmedizin in Deutschland zu studieren, sind mehrere Voraussetzungen und Schritte erforderlich. Zunächst ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur) eine grundlegende Voraussetzung. Ein sehr guter Abiturdurchschnitt ist oft notwendig, da der Numerus Clausus (NC) für die Zahnmedizin in der Regel hoch ist und je nach Universität und Jahr variiert. Der Bewerbungsprozess erfolgt zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung (Hochschulstart), die die Studienplätze nach verschiedenen Quoten vergibt, darunter die Abiturbestenquote, die zusätzliche Eignungsquote und die Wartezeitquote. Die Bewerbungsfristen sind in der Regel der 15. Januar für das Sommersemester und der 15. Juli für das Wintersemester.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Test für Medizinische Studiengänge (TMS), ein freiwilliger Eignungstest, der die Chancen auf einen Studienplatz verbessern kann. Der TMS prüft kognitive Fähigkeiten und medizinisches Grundwissen. Einige Universitäten führen zudem eigene Auswahlverfahren durch, die zusätzliche Kriterien wie Auswahlgespräche, Motivationsschreiben oder praktische Erfahrungen berücksichtigen.

Für internationale Studierende sind gute Deutschkenntnisse erforderlich, da das Studium in deutscher Sprache stattfindet. Dies muss in der Regel durch Sprachtests wie TestDaF oder DSH nachgewiesen werden.

Neben den formalen Voraussetzungen sind auch persönliche Eigenschaften wie Motivation, Belastbarkeit und ein starkes Interesse an der Zahnmedizin wichtig. Das Studium der Zahnmedizin ist sehr anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Durchhaltevermögen sowie Stressresistenz. Mit der richtigen Vorbereitung und einem hohen Engagement stehen angehenden Zahnärzten viele Wege offen.

Man kann also sagen, dass sowohl eine Fortbildung oder ein Studium zum Dentalhygieniker als auch das Studium der Zahnmedizin sehr spannende Inhalte bieten. Ob für dich eine Fortbildung oder ein Studium infrage kommt, ist dabei eine sehr individuelle Entscheidung. Je nach Voraussetzungen, die man erfüllt sowie den persönlichen Wünschen, kann man seine Entscheidung treffen.

Zusammenfassend ist eine gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Dentalhygieniker (DH) sehr wichtig. Insbesondere bei den Aufgaben, die ein DH selbstständig machen darf, kann er den Zahnarzt tatkräftig unterstützen. Damit die Zusammenarbeit funktioniert, empfiehlt sich stets eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen beiden, aber auch zwischen allen anderen Kollegen in der Zahnarztpraxis. Durch eine Harmonie können sich die Patienten sehr wohlfühlen und verbinden den Zahnarztbesuch mit etwas Positivem.

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