Die Zeit steht still und es fällt uns schwer, die richtigen Worte zu finden. Mit unendlicher Bestürzung mussten wir erfahren, dass Prof. Dr. Elmar Wienecke im Alter von 65 Jahren ganz plötzlich von uns gegangen ist. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Marion Wienecke, die privat wie beruflich 31 Jahre lang an seiner Seite war, sowie seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden.
Elmar hat bei uns allen tiefe Spuren hinterlassen. Er hat uns gelehrt, Dinge zu hinterfragen und neu zu denken.
Wer an ihn denkt, hat einen unverbesserlichen Optimisten vor Augen – strahlend positiv, fröhlich und energiegeladen; immer geradeheraus, mit einem flotten Spruch auf den Lippen und dem Herzen am rechten Fleck. Niemals werden wir sein herzliches Lachen vergessen, denn wir haben so gerne mit ihm gelacht. „Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet, hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt“ – mit diesen Zeilen von Herbert Grönemeyer lässt sich auch Elmar sehr treffend beschreiben.
Gleichzeitig durften wir ihn als leidenschaftlichen, vielfach ausgezeichneten Wissenschaftler erleben, der sich durch große Hingabe und beeindruckende Beharrlichkeit hervorgetan hat. Wir hatten das Glück, ihn nicht nur als engagierten Senator unserer Stiftung an unserer Seite zu wissen, sondern auch als hochkompetenten, verlässlichen Partner in unserer Arbeit rund um die Biomarkerforschung und Prävention mittels aMMP-8.
Eine besondere Herzensangelegenheit war es ihm, Menschen zu helfen und dafür seinen Wissensschatz weiterzugeben. Neben unzähligen Vorträgen und vielfältigen Publikationen hat er an der Fachhochschule des Mittelstands den Masterstudiengang „Mikronährstofftherapie & Regulationsmedizin“ ins Leben gerufen und als Studiengangsleiter mit großem Engagement geprägt. Über Jahre hinweg hat er in dieser berufsbegleitenden Weiterbildung selbst erfahrene Mediziner inspiriert und nachhaltig beeinflusst. Zahlreiche wegweisende Studien und Masterarbeiten sind so entstanden. Dadurch hat er einen wichtigen Beitrag zu mehr Interdisziplinarität und einem ganzheitlichen Verständnis von Medizin geleistet.
Wenn er davon berichtete, leuchteten seine Augen – besonders, wenn er erzählte, dass renommierte Professoren bei ihm studierten oder welches das Thema des nächsten Studienprojekts ist, „das wir unbedingt machen müssen“. Daraus schöpfte er große Freude, Energie und begeisterte uns und andere. Sein Wunsch war es, sein Wissen noch viele Jahre langweiterzugeben; unermüdlich, wie wir ihn kannten. Er hatte noch so viel vor…
Nun ist es an uns, Elmars Vermächtnis weiterzutragen. Aber wie soll das möglich sein ohne ihn? „Jetzt drückt euch mal nicht vor der Arbeit“, würde er uns an dieser Stelle wohl zurufen – gefolgt von seinem unverwechselbaren Lachen.
Und dann wird es still.
Wir setzen Dein Werk fort, lieber Elmar, in Deinem Sinne.