DENTALHYGIENE

Dentalhygiene (DH) Fortbildung – Alles, was du wissen musst 

Der Beruf des Dentalhygienikers bietet spannende und vielfältige Möglichkeiten, in der Zahnmedizin tätig zu sein. Dentalhygieniker sind spezialisierte Fachkräfte, die sich auf die Prävention und Behandlung von Zahn- und Mundkrankheiten konzentrieren. Es gibt verschiedene Wege, diesen Beruf zu ergreifen, wobei sowohl ein Bachelor-Studium als auch eine Fortbildung in Frage kommen. Wir geben dir einen Überblick über die Weiterbildung zum Dentalhygieniker (DH).

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Für wen eignet sich die DH Weiterbildung?

Viele Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) sind bereit, sich weiterzubilden und ihre beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern. Eine Fortbildung erhöht nicht nur die Karrierechancen, sondern bringt allgemein einige Vorteile mit sich, weshalb die Motivation oft hoch ist. Mit einer spezialisierten Fortbildung (zum Beispiel Zahnmedizinischer Fachassistent) können ZFA ihre Kenntnisse vertiefen. Es ermöglicht den Mitarbeitern, neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu übernehmen. 

Die Fortbildung zum Dentalhygieniker eignet sich für Menschen, die folgende Qualifikationen erfüllen:

  • erfolgreiche abgeschlossene Fortbildung zum Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten (ZMP) oder Zahnmedizinischen Fachassistenten (ZMF)
  • einjährige Berufserfahrung als ZMP oder ZMF
  • Kursteilnahme “Maßnahmen im Notfall”, min. 16 Unterrichtsstunden
  • Nachweis über aktuelle Kenntnisse im Röntgen und Strahlenschutz gem. §18 RöV 
  • evtl. Annahmeprüfung (abhängig von zuständiger Institution)

Wenn du diese Anforderungen erfüllst, steht der Fortbildung zum Dentalhygieniker (DH) nichts mehr im Wege!

Ziele der Fortbildung zum Dentalhygieniker

Die Muster-Fortbildungsordnung der Zahnärztekammer zeigt unter Anderem folgende Ziele auf:

1

Erhebung von Anamnesedaten und Zusammenstellen ergänzender Befunddaten

5

Definition nachhaltiger Ziele, besonders bei parodontal erkrankten Patienten

9

Umsetzen von Behandlungsmaßnahmen und -plänen

2

Erkennen von Veränderungen am Zahnfleisch, der Mundschleimhaut, Zahnhalteapparat und den Zähnen sowie Beratung in Prävention und Therapie übernehmen

6

Umsetzung prophylaxeorientierter Behandlungskonzeptionen

10

Sicherstellen arbeitsorganisatorischer Abläufe unter Beachtung des Praxiskonzeptes im Team

3

Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen der Mundhöhle und Allgemeinerkrankungen beschreiben

7

Durchführen präventiver Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und -erhaltung

11

Anwendung von Methoden der Qualitätssicherung

4

Vorschlagsgestaltung für individuelle Behandlungspläne sowie Erläuterung dessen

8

Aufzeigen von Verhaltensänderungen durch psychologisch und pädagogisch strukturierte Gesprächsführung sowie Kommunikation mit Patienten

12

Zusammenarbeit im Team und fachübergreifende Förderung

Wie lange dauert die Fortbildung zum Dentalhygieniker?

Die DH Fortbildung erstreckt sich über mindestens 800 Unterrichtsstunden á 45 Minuten. Sie setzt sich zusammen aus theoretischen Phasen und praktischen, in denen du Gelerntes direkt umsetzen kannst. So bist du nicht nur in der Theorie gut vorbereitet, sondern auch für die Zahnarztpraxis.

Du kannst die Weiterbildung in Vollzeit oder berufsbegleitend absolvieren.

Wenn du dich für die Variante in Vollzeit entscheidest, dauert die Fortbildung im Schnitt etwa 6 Monate. Entscheidest du dich für die berufsbegleitende Variante, dauert die Fortbildung etwa 12-24 Monate. Das ist allerdings sehr abhängig von der jeweiligen Institution, bei der du die Fortbildung absolvieren möchtest.

 

Vergleich: Fortbildung in Vollzeit vs. Berufsbegleitend

Vollzeit

Vollzeit

Fokus:

Bei einer Vollzeitfortbildung kannst du dich vollständig darauf konzentrieren, ohne durch berufliche Verpflichtungen abgelenkt zu sein. Das führt zum Teil zu schnellerem Verständnis der Lerninhalte.

Dauer:

Wenn du die Fortbildung in Vollzeit absolvierst, wird diese in der Regel kürzer sein, als berufsbegleitend. Dadurch hast du einen schnelleren Einstieg in den neuen Beruf als Dentalhygieniker.

Teilzeit

Berufsbegleitend

Sicherheit

Bei einer berufsbegleitenden Fortbildung kannst du weiter in deinem Beruf arbeiten und hast somit ein regelmäßiges Einkommen.

Praxisnah

Neben den Praxisphasen während der Fortbildung kannst du das Gelernte täglich auf der Arbeit anwenden.

Beide Fortbildungsformen – Vollzeit und berufsbegleitend – bieten einzigartige Vorteile, die je nach individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen unterschiedlich gewichtet werden können. Eine Vollzeitfortbildung eignet sich besonders für diejenigen, die sich intensiv und schnell weiterbilden möchten und die Möglichkeit haben, eine Auszeit vom Beruf zu nehmen. Eine berufsbegleitende Fortbildung hingegen ist ideal für Personen, die ihre berufliche Tätigkeit fortsetzen und gleichzeitig ihre Qualifikationen erweitern möchten. Letztlich hängt die Wahl der Fortbildungsform von den persönlichen Prioritäten, finanziellen Möglichkeiten und beruflichen Zielen ab.

Was macht ein Dentalhygieniker?

Ein Dentalhygieniker hat eine Vielzahl von Aufgaben, die sich auf die Prävention und Behandlung von Zahn- und Mundkrankheiten konzentrieren. Hier sind die wichtigsten Aufgaben eines Dentalhygienikers:

Zu den Hauptaufgaben eines Dentalhygienikers gehören die Professionelle Zahnreinigung und die Parodontaltherapie. Dazu gehören die Entfernung von Plaque und Zahnstein sowie die Politur der Zähne. Außerdem auch die Tiefenreinigung sowie die Behandlung von Zahnfleischerkrankungen.

Zu den weiteren Aufgaben eines Dentalhygienikers gehören die Patientenaufklärung und -beratung, wie die Ernährungsberatung. Zusätzlich kümmerst du dich als Dentalhygieniker um die Flouridbehandlungen und Fissurenversiegelungen sowie um die Erstellung von Behandlungsplänen für Patienten. Weiterhin fertigst du Röntgenaufnahmen an und analysierst diese. Dazu gehören auch die Dokumentation und Verwaltung der Patienten. Als Dentalhygieniker ist es wichtig, sich kontinuirlich weiterzubilden und auch die Kollegen aus der Praxis zu schulen.

Wie du erkennen kannst sind Dentalhygieniker spezialisierte Fachkräfte, die in vielen Aufgabenbereichen Verantwortung übernehmen können.

Dentalhygiene Studium im Vergleich mit der Fortbildung

Es gibt verschiedene Wege, wie du Dentalhygieniker werden kannst. Dabei kannst du eine Fortbildung machen oder ein Bachelor-Studium absolvieren. Wir zeigen dir die größten Unterschiede zwischen den beiden Varianten.

Dauer und Struktur

DH Studium:

  • Dauer: Ein Studium zum Dentalhygieniker dauert in der Regel drei bis vier Jahre und führt zu einem akademischen Abschluss, wie einem Bachelor of Science (B.Sc.) in Dentalhygiene.
  • Struktur: Das Studium umfasst theoretische und praktische Ausbildungseinheiten, die an Hochschulen oder Universitäten angeboten werden. Es beinhaltet umfangreiche wissenschaftliche und klinische Ausbildungsmodule.

DH Fortbildung:

  • Dauer: Eine Fortbildung zum Dentalhygieniker dauert in der Regel 6 Monate bis zwei Jahre und wird oft berufsbegleitend angeboten.
  • Struktur: Die Fortbildung konzentriert sich auf praxisnahe Inhalte und wird häufig an spezialisierten Fortbildungsinstituten oder Fachschulen durchgeführt. Sie ist kürzer und intensiver als ein Studium.

Zugangsvoraussetzungen

DH Studium:

  • Bildungsvoraussetzungen: Für ein Studium ist in der Regel das Abitur oder eine Fachhochschulreife erforderlich. In einigen Fällen können auch beruflich Qualifizierte ohne Abitur zugelassen werden.
  • Vorbildung: Eine vorherige Ausbildung im zahnmedizinischen Bereich ist nicht zwingend erforderlich, kann aber von Vorteil sein.

DH Fortbildung:

  • Bildungsvoraussetzungen: Für die Fortbildung wird in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) sowie die Weiterbildung zum ZMP oder ZMF vorausgesetzt.
  • Berufserfahrung: Mehrjährige Berufserfahrung im zahnmedizinischen Bereich ist oft erforderlich, um die praktischen und theoretischen Anforderungen der Fortbildung erfolgreich zu meistern.

Tiefe der Ausbildung

DH Studium:

  • Theoretische Tiefe: Das Studium bietet eine tiefgehende theoretische Ausbildung in Bereichen wie Anatomie, Physiologie, Pathologie, Parodontologie, Präventivzahnmedizin und wissenschaftlicher Forschung.
  • Forschungskompetenz: Studierende erwerben auch Kompetenzen in wissenschaftlicher Forschung und Methodik, die sie befähigen, eigenständig Forschungsprojekte durchzuführen.

DH Fortbildung:

  • Praxisorientierung: Die Fortbildung ist stärker praxisorientiert und konzentriert sich auf die Anwendung von Wissen in der täglichen Arbeit. Sie vermittelt praxisnahe Fähigkeiten und Techniken zur Durchführung von Prophylaxemaßnahmen und parodontalen Behandlungen.
  • Spezialisierung: Die Fortbildung bietet eine spezialisierte Ausbildung in Dentalhygiene, ohne den breiten wissenschaftlichen Hintergrund eines Studiums.

Berufliche Perspektiven

DH Studium:

  • Akademische Karriere: Absolventen eines DH Studiums haben die Möglichkeit, eine akademische Laufbahn einzuschlagen, z.B. durch ein weiterführendes Masterstudium oder eine Promotion.
  • Führungspositionen: Ein akademischer Abschluss kann den Zugang zu Führungspositionen im Gesundheitswesen, in der Forschung oder im Bildungsbereich erleichtern.

DH Fortbildung:

  • Spezialisierte Fachkraft: Absolventen der Fortbildung arbeiten in der Regel als spezialisierte Fachkräfte in Zahnarztpraxen, Kliniken oder Gesundheitszentren.
  • Direkte Anwendung: Die praxisnahe Ausbildung ermöglicht es den Absolventen, ihre Fähigkeiten direkt in der Patientenversorgung anzuwenden und sich auf präventive und therapeutische Maßnahmen zu konzentrieren.

Du kannst sehen, dass es einige Unterschiede zwischen dem Studium und der Fortbildung gibt. Ob du dich dabei für ein Bachelor-Studium oder für eine Fortbildung entscheidest, hängt von deiner persönlichen Situation ab und ist eine sehr individuelle Entscheidung. 

DH Gehalt

Wenn du überlegst, eine Fortbildung oder ein Studium zum Dentalhygieniker zu absolvieren, ist die Frage nach den Gehaltsmöglichkeiten sicherlich interessant.

Die Höhe des Gehaltes eines Dentalhygienikers kann von vielen Faktoren abhängig sein. Dazu gehören u. A. die Berufserfahrung und der Standort. Als Dentalhygieniker liegt das Jahresgehalt durchschnittlich zwischen 30.000 – 45.000 Euro. Wenn du gerade frisch in den Beruf einsteigst kannst du etwa mit einem Einstiegsgehalt von 2.500 Euro pro Monat (brutto) rechnen. Mit steigender Erfahrung kannst du bis zu 3.800 Euro pro Monat (brutto) verdienen. Bitte beachte, dass die genaue Höhe des Bruttogehalts sich durch verschiedene Faktoren verändern kann und dieses nur Richtwerte sind. 

Fazit

Ein Studium zum Dentalhygieniker bietet eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Ausbildung mit breiten beruflichen Perspektiven, einschließlich akademischer Karrieren und Führungspositionen. Eine Fortbildung zum Dentalhygieniker hingegen ist kürzer, praxisorientierter und richtet sich an bereits ausgebildete Zahnmedizinische Fachangestellte, die ihre beruflichen Fähigkeiten spezialisieren und erweitern möchten. Beide Wege bieten wertvolle Qualifikationen und haben ihre eignen Vor- und Nachteile. Für welche Möglichkeit du dich entscheidest, hängt von deinen Präferenzen ab.

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